top of page

Sonderpoststempel erinnert an den Weg von der Neugrabenflöße (Fleyh-Clausnitz) zur Freiberger/Moldauer Bahn

Stiftungsfonds „Moldauer Bahn / Teplitzer Semmeringbahn“

22.08.2026

Vier Jahrhunderte Neugrabenflöße (Fleyh–Clausnitz) werden im September mit einer außergewöhnlichen philatelistischen Aktion gewürdigt, die die Sammlermesse Sběratel in Prag, das Erzgebirge, eine Ballon- und Eisenbahnbeförderung sowie einen neuen Sonderpoststempel miteinander verbindet. Die Besucher der Messe können selbst eine Postkarte oder einen Brief auf eine ungewöhnliche Reise schicken, die von den historischen Verkehrswegen zwischen Böhmen und Sachsen inspiriert ist. Den Abschluss bildet in Teplice die Abstempelung mit dem Sonderpoststempel „400 Jahre Neugrabenflöße (Fleyh–Clausnitz) – Vom Holzflößen zur Freiberger/Moldauer Bahn“.

Der Sonderpoststempel der Tschechischen Post ist Teil einer umfassenderen philatelistischen Würdigung des 400-jährigen Jubiläums der Neugrabenflöße (Fleyh–Clausnitz) und der Geschichte der Verkehrsverbindungen zwischen der böhmischen und der sächsischen Seite des Erzgebirges.

Die gesamte Aktion beginnt am 4. und 5. September 2026 auf der Sammlermesse Sběratel auf dem Prager Messegelände PVA Expo. Die Besucher können dort eine frankierte Postkarte oder einen Brief in einen speziellen Sammelkasten am Stand der Tschechischen Post – Briefmarken mit Zudruck einwerfen. Die Sendung wird anschließend eine außergewöhnliche Reise über das Erzgebirge zurücklegen und nach deren Abschluss mit besonderen Post- und Cachetstempeln versehen.

Am Stand der Tschechischen Post wird ab Freitag zugleich ein Briefmarken-Kleinbogen mit speziellen Zudruckfeldern erhältlich sein. Deren Motiv verbindet zwei technische Denkmale und zwei historische Epochen des Verkehrs über das Erzgebirge – die Neugrabenflöße (Fleyh–Clausnitz) und die Freiberger/Moldauer Bahn.


Vom Holzflößen zur Eisenbahn

Die Neugrabenflöße (Fleyh–Clausnitz) wurde in den Jahren 1624–1629 angelegt und diente mehr als zweieinhalb Jahrhunderte lang dem Transport von Holz von der böhmischen Seite des Osterzgebirges nach Sachsen. Das Holz war vor allem ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Holzkohle, die im Bergbau und Hüttenwesen des Freiberger Reviers benötigt wurde.

Mehr als zwei Jahrhunderte später übernahm die Eisenbahn die Rolle einer bedeutenden grenzüberschreitenden Verkehrsverbindung. Seit 1885 verband die Freiberger/Moldauer Bahn das nordböhmische Braunkohlerevier über Moldava mit Freiberg und ermöglichte unter anderem den Transport nordböhmischer Braunkohle nach Sachsen.

Genau diese historische Fortsetzung bringt der Titel der gesamten philatelistischen Aktion zum Ausdruck:

„400 Jahre Neugrabenflöße (Fleyh–Clausnitz) – Vom Holzflößen zur Freiberger/Moldauer Bahn“.

Diesen Wortlaut trägt auch der Sonderpoststempel, dessen Entwurf von Petr Ptáček und Miloslav Bláha stammt. Der Stempel wird vom 7. bis 14. September 2026 beim Postamt Teplice 1, PLZ 415 01, verwendet.


Von Prag über das Erzgebirge

Die während der Sammlermesse Sběratel gesammelten Sendungen werden nach deren Ende auf eine außergewöhnliche Reise geschickt.

Am Sonntag, dem 6. September, erwartet sie eine ungewöhnliche Beförderung über das Erzgebirge. Im Mittelpunkt steht ein Ballonflug entlang der Neugrabenflöße (Fleyh–Clausnitz) und der Trasse der historischen Freiberger/Moldauer Bahn. Auf diese Weise werden symbolisch die Landschaft und jene Verkehrswege in Erinnerung gerufen, die über Jahrhunderte hinweg die böhmische und die sächsische Seite des Gebirges miteinander verbanden.

Zum Programm soll außerdem ein Luftschiff gehören, das an die Geschichte der Luftfahrt zu Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert und zugleich ein Motiv aufgreift, das unmittelbar im Entwurf des Sonderpoststempels dargestellt ist.

An den Lufttransport schließt sich die Beförderung auf der Schiene an. Die Sendungen werden über den Raum Most auf der mit der Freiberger/Moldauer Bahn verbundenen Strecke bis nach Teplice weiterbefördert.


Abschlussstempel in Teplice

Am Montag, dem 7. September 2026, werden die Sendungen nach Abschluss ihrer außergewöhnlichen Reise in Teplice zur weiteren postalischen Beförderung übergeben. Dort erhalten sie den neuen Sonderpoststempel Teplice 1 sowie spezielle Cachetstempel, die die einzelnen Abschnitte der außergewöhnlichen Beförderung dokumentieren.

So entsteht ein besonderer philatelistischer Beleg, bei dem nicht nur das Motiv der Briefmarke oder des Stempels außergewöhnlich ist, sondern auch der tatsächliche Beförderungsweg der Sendung. Dieser soll mehrere Jahrhunderte Verkehrsgeschichte im Erzgebirge in Erinnerung rufen – vom Holzflößen auf der Neugrabenflöße über die Eisenbahn bis zur symbolischen Nutzung von Ballon und Luftschiff.

Bei ungünstigen Wetterbedingungen wird der luftgestützte Teil der Sonderbeförderung auf den darauffolgenden Sonntag verschoben; entsprechend verzögert sich auch die Zustellung der Sendungen.


Bestandteil des Projekts „Die Eisenbahn verbindet!“

Das Thema Neugrabenflöße (Fleyh–Clausnitz) und Freiberger/Moldauer Bahn ist zugleich Bestandteil des sächsisch-tschechischen Interreg-Projekts „Železnice spojuje! / Die Eisenbahn verbindet!“, das sich mit dem gemeinsamen Verkehrs- und technischen Erbe auf beiden Seiten des Erzgebirges beschäftigt.

An der Vorbereitung und Durchführung der außergewöhnlichen philatelistischen Aktion wirkt deshalb auch das Team des Projekts „Železnice spojuje! / Die Eisenbahn verbindet!“ mit. Die Verbindung beider technischen Bauwerke ist kein Zufall: Die Neugrabenflöße (Fleyh–Clausnitz) und die Freiberger/Moldauer Bahn stehen für zwei aufeinanderfolgende Epochen des grenzüberschreitenden Rohstofftransports zwischen Böhmen und Sachsen – zunächst für Holz, später für Kohle.

Der Sonderpoststempel erinnert damit nicht nur an das 400-jährige Jubiläum eines einzelnen technischen Denkmals. Zusammen mit den Zudruckfeldern und der außergewöhnlichen Postbeförderung erzählt er die umfassendere Geschichte einer jahrhundertelangen Verbindung zwischen Böhmen und Sachsen durch Wasserwege, Eisenbahn und Verkehrswege über das Erzgebirge.

Kontakty:

+420 736 505 227
info@krusnohori.cz

Redakce Krušnohorských novin

Zámek Valdštejnů

Mostecká 1 

436 01 Litvínov

  • Facebook
  • Youtube
licence CC.png
bottom of page